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Alice Springs

Posted by on 14. November 2013

Am Samstagmorgen waren wir bereits im 6:45 Uhr auf dem Highway. Es war noch Dämmerungszeit und somit waren auch noch viele Tiere unterwegs. Einige Male mussten wir wegen Kangaroo abbremsen und wir sahen sogar unseren ersten Dingo der über die Strasse lief. Der Weg führte uns schnurrgerade vom Norden in den Süden, in das sogenannte „Rote Zentrum von Australien“. An diesem Samstag legten wir 905 Kilometer zurück. Es gab kein Lichtsignal, keine Kreuzung, kein Abbiegen und kein rein gar nichts. Es ging einfach nur gerade aus. Zu sehen gab es auch nicht viel, ausser die gewohnte karge Outbacklandschaft und einige wenige Roadhäuser.

905 Kilometer bis nach Alice Springs einfach nur gerade aus

Irgendwann einmal erreichten wir „Tennant Creak“, eine ehemalige Goldgräberstadt die nun hauptsächlich von Aboriginals bewohnt ist. Auf dem Weg weiter nach Süden, sahen wir viele leergeräumte Autos am Strassenrand. Einige Autos wurden vor noch nicht allzu langer Zeit aufgegeben, andere waren bereits komplett verrostet. Aber alle Autos hatten etwas gemeinsam: Sie waren komplett leer! Keine Räder, keine Fenster, kein Motor, einfach nichts mehr. Diese Autos hatten entweder einen Unfall oder sind unterwegs stehen geblieben. Da der Abschleppdienst den meisten zu teuer ist, lassen sie das Auto einfach stehen. Es dauert keine Stunde bis das Auto komplett leer geräumt ist. Entweder man schraubt selbst alles noch Brauchbare ab und nimmt es mit, oder die Aboriginals holen es. Was uns ebenso auffiel je näher wir zu unserem Ziel kamen, war das beinahe in jedem Auto, das uns entgegen kam, Aboriginals darin sassen. Einige Autos hatten keine Frontscheibe mehr. Manche hielten einfach irgendwo am Strassenrand und taten nichts, andere liefen irgendwo herum. Komischerweise war nun auch die Polizeipräsenz höher.

Gegen 17:00 Uhr erreichten wir dann endlich „Alice Springs“. Vor 140 Jahren befand sich hier nur eine Telegraphenstation, heute ist es eine richtige Stadt. Wir hatten eine Wüstenstadt erwartet, waren aber erstaunt, wie grün es ist. Beim Campingplatz sagte uns die Rezeptionistin, dass „Alice Springs“ sehr viel Grundwasser habe und es daher so grün ist. Nach 905 Kilometer hat sich natürlich auch das Klima verändert. Als wir ausstiegen empfanden wir es als eher frisch. Tagsüber herrschen hier Temperaturen bis zu 33 Grad, in der Nacht kühlt es aber bis auf 13 Grad ab!

endlich in Alice Springs angekommen

Der Campingplatz war einer der schönsten den wir je hatten. Gepflegt, neu renoviert, sauber, grosse Stellplätze mit viel Bäumen. Aber auch hier war die Saison bereits vorbei und somit war der Campingplatz so gut wie leer. Wir kochten uns Spaghetti mit Tomaten-Pesto-Sauce und genossen die kühlen 24 Grad! :-)

Am Sonntag ist Pfannkuchentag auf dem Campingplatz und das schon seit mehreren Jahren. Von 8:30 Uhr bis 9:30 Uhr werden kostenlose Pfannkuchen mit Kaffee oder Tee serviert. Ein kostenloses Frühstück lassen wir uns natürlich nicht entgehen und standen pünktlich mit unseren Tellern in der Campingküche. Die Pfannkuchen schmeckten gut und siehe da, es gibt doch noch ein paar Leute auf den Campingplatz. Ein paar Familien genossen ebenso das kostenlose Frühstück.

Später fuhren wir ins Visitor Center um uns Karten von den umliegenden Sehenswürdigkeiten geben zu lassen, die wir in den kommenden Tagen besichtigen wollten. Danach fuhren wir zum „Desert Park“, von dem wir viel Gutes gehört haben.

Der „Desert Park“ ist ein sehr grosses Areal, wo einem die Australische Wüste näher gebracht wird. Ein 2.5 Kilometer langer Rundweg führte durch das Areal und wurde mit Audiokommentaren aus dem Headset begleitet. Es gab viele Vögel zu sehen.

Desert Park Desert Park
Desert Park Desert Park

Es wurde einem erklärt, warum der Sand rot ist, wie die Aboriginals erkannten wo sie Grundwasser finden können, warum das Feuer für das Ökosystem gut ist, warum Katzen und Füchse aus Europa schädlich sind und wie gewisse Tiere hier leben. Hättet ihr zum Beispiel gedacht, dass es in Australien mehr Kamele gibt, als in den Arabischen Emiraten? Oder dass 70% von Australien aus Wüste besteht?

Für diejenigen die es Interessiert:

Der Sand in Australien ist rot, weil das Gestein einen hohen Eisengehalt hat. Das Eisen rostet und verfärbt sich rot. Der Wind trägt feine Partikel ab und färbt alles in der Umgebung ein.

Die Aboriginals erkannten an den Grassorten die wuchsen, ob sich unterhalb Grundwasser befindet.

Feuer ist für einige Pflanzen hilfreich, damit sie ihre Hülsen öffnen können. Das Feuer dient auch dazu, dass fremde Pflanzen sterben und einheimische neue Triebe bekommen.

Katzen und Füchsen sind mit den ersten europäischen Einwanderern nach Australien gekommen. Da viele lokale Tierarten diese immigrierten Jäger nicht kannten, waren sie leichte Beute. Somit wurden einige Tierarten fast, andere ganz ausgerottet.

Im „Desert Park“ gibt es ein Haus das diverse Tierarten aus der Wüste zeigte. Spinnen, Schlangen, Eidechsen, Geckos und die süssen „Thorny Devils“. Das sind kleine Stachelviecher, die uns von Anfang an begeistert haben.

Desert Park Desert Park
Desert Park Desert Park

Weiter hinten im Gebäude wurde es dunkel und Nacht wurde simuliert, dadurch kamen alle nachtaktive Tiere zum Vorschein. Unzählige Mäusearten und Wallabies gab es. Sie hüpften und huschten durchs Gehege. Fotos von den niedlichen Tieren zu machen, war in der Dunkelheit unmöglich.

Wir kamen noch an ein paar faulen Kangaroos vorbei und schliesslich gingen wir zum Parkausgang.

Desert Park

Das Wetter wurde schlechter und böse Wolken zogen auf. Wir erledigten unseren Einkauf bei Coles, bei dem es einen 8 Cent/Liter Rabattgutschein für die Tankstelle nebenan gab. Natürlich tankten wir damit wieder voll.

Beim McDonalds und Hungry Jacks versuchten wir kostenloses WiFi zu kommen, doch da es nicht funktionierte, kehrten wir zum Campingplatz zurück. Zum Abendessen grillierten wir. Für mich gab es ein Chicken Schnitzel, das lediglich 1.80 Dollar kostete und Emanuel ass Lamb Cutles, die eine falsche Etikette daran hatten. Die Lamb Cutles kosteten nur 3 Dollar, also 9 Dollar das Kilo. Alle anderen Lamb Cutles mit der richtigen Etikette kosteten 29 Dollar pro Kilo! Mmhh wir genossen unser günstiges Abendessen :-)

Grillladen

Am Montagmorgen fuhren wir als erstes zum „Anzac Hill“, von hier oben hatten wir eine gute Sicht auf „Alice Springs“ und die Umgebung.

Aussicht auf Alice Springs

Nach dem Halt beim „Anzac Hill“ in „Alice Springs“ ging es für uns weiter südlich. Etwa 80 Kilometer später erreichten wir eine Abzweigung zum  „Rainbow Valley“. Von hieraus führte eine 22 Kilometer lange Schotterpiste nach hinten. Die Outbacklandschaft sah einmal mehr genial aus! Der rote Sand, die hellgrüne Wiese und dazu der blaue Himmel, einfach genial!

Auf dem Weg zum Rainbow Valley Auf dem Weg zum Rainbow Valley

Das „Rainbow Ralley“ ist nicht weit vom Parkplatz entfernt und besteht aus drei freistehenden Steinfelsen in vielen Farbschattierungen von Beige bis Rot schimmern. Wir liefen etwas umher und bewunderten die Felsen die echt genial aussahen!

Rainbow Valley Rainbow Valley

Bilder: Alice Springs

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