Ayutthaya

Am vergangenen Mittwoch mussten wir einmal mehr zeitig aufstehen. Wir hatten am Tag zuvor in einer Travel Agency eine Tour nach „Ayutthaya“ gebucht die uns lediglich 500 Baht (CHF 16.-) pro Person kostete und für uns günstiger war, als auf eigene Faust dahin zu fahren.

Ein Shuttle hätte uns eigentlich um 6.45Uhr im Hotel abholen müssen, als wir soeben auschecken wollten, kam ein Anruf dass der Shuttle wegen dichtem Stau Verspätung hat und wir noch in Ruhe frühstücken können. Ganz unglücklich waren wir darüber nicht, denn das Frühstück im Hotel war wirklich ausgezeichnet und in unserem Zimmerpreis inbegriffen. Um 7.30 Uhr fuhr dann der Shuttle vor und mit ein paar anderen Leuten fuhren wir zur „Kao San Road“. Hier mussten wir in einen anderen kleinen Bus umsteigen. Unsere Rucksäcke durften wir zum Glück mitnehmen und den ganzen Tag im Bus lassen.

Der Bus war ausgebucht und mit anderen Touristen fuhren wir zur Stadt „Ayutthaya“ die etwa 70km von Bangkok entfernt war. „Ayutthaya“ war einst eine lebendige und glitzernde Hauptstadt mit unzähligen Tempelanlagen, die heute leider nur noch aus Ruinen bestehen, wie wir feststellen mussten. Die Stadt wurde im 17 Jahrhundert von den Birmanen komplett zerstört.

Um 9.30 Uhr erreichten wir den ersten Tempel „Wat Phu Khao Thong“. Die Hauptattraktion war der 80 Meter hohe „Chedi“ Tempel der einst von einem König errichtet wurde.

der Chedi Wat Phu Khao Thong

Auf diesen Tempel  durften wir hinauf klettern. Viel amüsanter fanden wir jedoch der lachende, dicke Buddha der sich neben dem Tempel befand ;-)

der lachende, dicke Buddha

Es war heiss und uns drückte es einmal mehr den Schweiss aus allen Poren und somit hielten wir die Besichtigung kurz und warteten bis wir weiterfahren konnten.

Es ging weiter zum „Wat Lokayasutharam“. Die riesige liegende Buddha Statue ist die Hauptattraktion dieses Tempels. Sie ist etwa 40 Meter lang und 8 m hoch und besteht aus Ziegeln und Mörtel.

Der liegende Buddha von Wat Lokayasutharam

Im Hintergrund des Buddhas befanden sich nur noch Ruinen und die Tempelanlage überzeugte uns gar nicht und so warteten wir geduldig in der Hitze mit einigen Anderen bis es weiter ging.

Der nächste Tempel war der „Wat Maha That“. Dieser Tempel bot etwas mehr um sich umzuschauen. Unser Guide gab uns vor jedem Tempel einige Informationen im landesüblichen Thinglish, was beinahe niemand verstand. Da es uns zu heiss war, fehlte uns nun komplett die Konzentration um irgendetwas über diesen Tempel zu erfahren. Das einzige was ich mitgeschnitten hatten, war dass hier viele geköpfte Buddhas sind. Die Enthauptung der Buddhas wurde bei Schändungen zur Demütigung gemacht.

Wat Maha That Wat Maha That

Es war Mittagszeit und wir fuhren zu einem einfachen Thai Restaurant. Hier konnte man schöpfen auf was man Lust hatte, leider war das Essen schrecklich. Im Reis hatte es Ameisen und in den Nudeln Haare.
Nach dem Mittagessen fuhren wir zur Hauptattraktion von „Ayutthaya“, der Königspalast „Wat Phra Si Sanphet“.  Die Hauptattraktion hier sind die drei „Chedi“, welche restauriert wurden. Auch der grosse Buddha wurde restauriert und wird unter einem neuerstellten Gebäude aufbewahrt.

die drei Chedi von Wat Phra Si Sanphet unser Po wurde auf den Steinen grilliert :)

Die Tour war zu Ende und bevor es mit dem Bus zurück nach Bangkok ging, suchten wir noch kurz eine Toilette auf. Die WCs erstaunten uns etwas, auf einem Schild wurden wir hingewiesen die Schuhe auszuziehen und auf dem Frauenklo hatte es keine Trennwände zwischen den Schüsseln. Mhmm, die Asiaten haben wohl nicht so viel Schamgewühl wie wir Europäer ;­-)

Gruppen-pinkeln oder was? haha

Verschwitzt und verklebt fuhren wir dann endlich zurück zur „Khao San Road“, wo wir uns auf ein kühles Bier und leckeren Strassenfood freuten. Alles in allem war die Tour nicht so berauschend und wir waren froh, dass die Tour relativ preiswert war. Das Essen war schlecht und wir waren enttäuscht, dass die Ruinen und Tempelanlagen nicht schöner in Stand gehalten werden. Es lag viel Abfall auf dem „Chedis“ und die Attraktionen wurden mit lieblosen, farbigen Schildern beschriftet. Da können sich die Thailänder noch einiges von den Mexikanern lernen, welche ihre Pyramiden in einem guten Zustand wissen und die Anlagen von Abfall und Laub befreien.

Bilder: Ayutthaya

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