Croki

Am Freitag verliessen wir „Fingal Bay“, obwohl das Wetter für die nächsten Tage genial gewesen wäre. Das nutzten natürlich viele Australier aus und werden einige Tage/Wochen da ihren Urlaub verbringen. Dementsprechend wurde es von Stunde zu Stunde voller auf dem Campingplatz.

Wir waren etwas unschlüssig, wie wir die nächsten Tage bis Silvester verbringen sollen, mehrere Möglichkeiten standen uns zur Auswahl. Nach etwas hin und her entschieden wir uns dann doch wieder weiter nördlich zu fahren. Der Verkehr war schlimm! Es staute an jeder Ecke, richtiger Urlaubsverkehr, wie man ihn in der Schweiz in Richtung Süden kennt. Alle wollen in den Urlaub. Viele Autos verkrafteten die lange Fahrt nicht und standen am Strassenrand und warteten auf Hilfe.

Unser Ziel war so weit wie möglich nördlich zu fahren, irgendwo die Nacht zu verbringen um am nächsten Tag etwas zu besichtigen, was wir noch nicht gesehen haben. Aber wie immer kommt alles etwas anders…
Wir fanden einen netten Campingplatz der sich neben einem Fluss befindet. Das Dorf hiess „Croki“, war winzig und befindet sich etwa 322 Kilometer nördlich von „Sydney“. Das Dorf bestand aus vier Strassen und etwa 15 Häusern. Dementsprechend ist die Einwohnerzahl niedrig. In diesem Dorf gibt es keine Tankstelle, keinen Supermarkt, kein Kiosk, rein gar nichts. Nur die paar Häuser und der Fluss waren da. Aber das war für uns natürlich Nebensache, denn wir wollten ja nur hier schlafen ;-)

Wir erreichten „Corki“ gegen 18:00 Uhr und wurden von der Besitzerin herzlich empfangen. Sie zeigte uns persönlich welche Plätze noch verfügbar sind. Wir entschieden uns logischerweise für den besten Spot. Dieser Spot befand sich direkt am Wasser und wir hatten einen genialen Ausblick auf den Fluss.

Campingplatz Croki direkt am Wasser Campingplatz Croki direkt am Wasser

Kaum hatten wir das Auto abgestellt, kamen auch schon ein paar Leute und stellten sich vor. Wow, so freundlich wurden wir noch nie vom anderen Camper empfangen. Zugegeben stellten wir aber auch schnell fest, dass alle schon etwas angetrunken waren. Die Atmosphäre war der Hammer. Einige sassen noch am Flussufer und waren am Fischen, andere waren gemütlich am Quatschen und die Abendstimmung am Fluss einfach friedlich. Dieser Campingplatz war sehr gemütlich, keine Backpackers und keine grossen Familien, hier befanden hauptsächlich pensionierte Australier die die Ruhe genossen.

Am nächsten Morgen erwachte ich um 5:00 Uhr schaute aus dem Zelt. Es war gerade Sonnenaufgang, welcher aus dem Dachzelt genial zu beobachten war. So schön so erwachen zu können, gleich neben den Fluss.

Sunrise in Croki

Wir schliefen noch etwas länger an diesem Morgen, denn diesmal wurden wir nicht von der heissen Sonne, nicht von schreiende Kindern oder Eltern und auch nicht von kreischenden Vögeln geweckt! Hier war es friedlich ruhig. Nach einem Fruchtsaft auf unseren Campingstühlen mit Sicht auf das Wasser, entschieden wir noch eine Nacht hier zu bleiben. Da wir damit nicht gerechnet hatten und unsere Essensvorräte komplett leer waren, mussten wir etwas einkaufen gehen. Zum Einkaufen mussten wir ins das 20 Kilometer entfernten Dorf fahren. Zurück auf dem Campingplatz erhielten wir einen neuen Spot, denn den wir hatten, war leider seit längerem reserviert. Aber das machte nichts. Da unser Trip mit dem Auto so gut wie zu Ende ist, nutzten wir die freie Zeit um das Auto auszuräumen, zu putzten und alle unsere persönliche Sachen wieder in unsere Rucksäcke zu packen. Die Sonne brannte und wir schwitzten wiedermal so richtig dabei. Klar, dass wir danach eine Abkühlung im Wasser benötigten. Da dieser Fluss ein Arm vom Meer ist, ist das Wasser nicht nur salzig, sondern es gibt auch Haie und Delfine im Wasser. Wegen den Haien wird es nicht empfohlen einfach ins Wasser zu springen. Es gibt ein Netz, in dem sicheres Baden gewährt wird. Das Wasser hatte eine angenehme Temperatur.

Emanuel macht ein nikkerchen Sicheres Schwimmen im Fluss
Croki Croki

Auf dem Campingplatz wurden wir von zwei Aussies auf einen Apéro eingeladen. Danach kümmerten wir uns noch um unsere Wäsche und packten den Rucksack fertig. Für das voraussichtlich letzte Abendessen auf dem Campingplatz kochten wir noch einmal etwas Spezielles. Da dieser Campingplatz einen richtigen Grill hatte, stand es ausser Frage, dass wir Grillieren werden. Beim Metzger hatten wir uns noch einmal ein Rindsfilet geholt. Emanuel hat es scharf angebraten und packte es dann in der Aluminiumfolie ein, liess es niedergaren bis es medium-rare war.

Lecker Grillieren in Croki Letztes Abendessen auf dem Campingplatz

Zum Abendessen gesellte sich das Aussiepaar, die mit ihren beiden Eltern hier im Urlaub waren, dazu. Es war ein Festmahl in einer grossen Runde. Von der Familie erhielten wir sogar noch selbstgemachten Weihnachtspudding, ein typisch australisches Weihnachtsdessert. Es war herrlich und ein toller Abend und eine tolle Stimmung am Fluss.

Croki Campground Sunset in Croki

Bevor wir ins Bett krochen, sassen wir noch im dunklen auf den Campingstühlen und beobachteten den klaren Sternenhimmel.

Bilder: Croki

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